24. august 19h - aktion gegen vertreibung von obdachlosen

Atonale Musik im Alltag? Finden wir wunderbar!  Daher bedanken wir uns herzlich bei der S-Bahn für diesen Impuls und laden direktzur Auftaktveranstaltung am 24. August ab 19 Uhr am Eingang des S-Bahnhofs Hermannstraße ein.Dort wollen wir mit Essen und Getränken für Obdachlose zusammenkommen, um gemeinsam Atonale Musik zu hören oder gar zu spielen. Am Freitagabend möchten wir Atonale Musik, die fürdie Befreiung von (tonalen) Hierarchien und die Gleichwertigkeit aller Klänge steht, als Metapher für gesellschaftliche Gleichberechtigung und Teilhabe verstehen und mit unseren musikalischen Dissonanzen gesellschaftlichen Missklängen entgegentreten. Wir freuen uns über alle, die Essen für Obdachlose beisteuern oder musizieren möchten. Zur Vereinfachung der Koordination der Aktionen könnt Ihr Euch kurz vorher bei uns anmelden (marketing@inm-berlin.de).

Mit dabei sind:

• Sirje Aleksandra Viise: Julius Eastman »Prelude to the Holy Presence of Joan d'Arc«
Sirje Aleksandra Viise ist eine estländisch-amerikansiche Vokalartistin, Performerin und Künstlerin. Sie ist spezialisiert auf erweiterte Gesangstechniken, zeitgenössische und experimentelle Musik, Performance, Performance Kunst und Skulptur. In ihren Soloprogrammen und Performances hinterfragt sie den Charakter weiblicher Performerinnen und die Rolle des/der Sänger/in in der heutigen Gesellschaft.

• Juliana Hodkinson: »A-Tonart S-Bhf Herrmannplatz«
Autos, Kinderspielzeug, Alltagsgeräusche, Musikinstrumente und elektronische Verdrehungen kommen in den Werken von der Komponistin Juliana Hodkinson zusammen, die gerne Impulse und Objekte aus unterschiedlichen Quellen innerhalb von einem gemeinsamen ästhetischen Rahmen integriert.

• Ruth Velten: Improvisation Saxophon
Mit innovativen Programmen hat sich die Saxophonistin Ruth Velten als Interpretin moderner Werke international einen Namen gemacht. Künstlerische Flexibilität und die Suche nach Neuem prägen ihre Arbeit.

• Erik Drescher: Sciarrino »Il pomeriggio di un allarma al parcheggio« (2015) für Glissandoflöte solo
Erik Drescher ist Flötist, Performer und Kurator zeitgenössischer Musik aus Berlin. Neben seiner sehr aktiven internationalen Karriere als Soloperformer, trat er mit vielen Ensembles für zeitgenössische Musik auf. In den letzten Jahren konzentrierte er sich vor allem auf die Glissandoflöte, eine gewöhnliche C-Flöte mit einem flexiblen Kopfstück, das das Standard-Mundstück ersetzt.

Weiterführende Links:

Berliner Kurier: „S-Bahnhof Hermannstraße Das halten Berliner vom Nervmusik-Pilotprojekt“ von Mike Wilms
(21.08.18): https://bit.ly/2LcaBmZ

Berliner Zeitung: „S-Bahnhof Hermannstraße Schräge Musik soll Junkies und Trinker vertreiben“ von Norbert Koch-Klaucke (20.08.18): https://bit.ly/2wecxGn / https://bit.ly/2PnqASy

Tagesspiegel: „Auf die Ohren“ von Thomas Wochnik (18.08.18): https://bit.ly/2Mo6NEG

Berliner Morgenpost: „S-Bahn will Trinker mit "atonaler Musik" vergraulen“ von Thomas Fülling (20.08.2018): https://bit.ly/2OXMYRD

rbb 24: „Mit Musik gegen ungebetene Bahnhofsgäste “ (18.08.18): https://bit.ly/2nYZODM

Date: 

Friday, August 24, 2018 -
19:00 to 22:00