Berlin Mietwahnsinn Demo April 2018

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Text von Jan Markowsky

Wohnungsmarkt und Obdachlosigkeit

Die Mieten steigen und steigen, gleichzeitig sind immer mehr Menschen zu sehen, die auf der Straße schlafen müssen. Wenn die Politiker und Mitarbeiter in den Verwaltungen die im § 2 des Grundgesetzes geforderte Wahrung der Menschenwürde ernst nehmen würden, müsste kein Mensch in Deutschland auf Straßen und Plätzen, in Parks, unter Bücken, in Ruinen, in Zügen und Bussen oder bei Kumpel schlafen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe hat durch bundesweite Schätzungen der Zahl wohnungsloser Menschen einen Zusammenhang  zwischen der Zahl wohnungsloser Menschen und dem Wohnungsmarkt festgestellt. Sie warnt seit Jahren angesichts bundesweit angespannten Wohnungsmärkten in Großstädten und Ballungsräumen vor drastisch steigender Wohnungslosigkeit. Die düsteren Prognosen sind eingetroffen, zum Teil übertroffen worden.

Menschen können ihre Miete nicht mehr bezahlen und verlieren ihre Wohnung. Das trifft längst nicht mehr die Armen und Suchtkranken, es trifft auch  den Mittelstand. Wenn Menschen mit sicheren Jobs Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu finden und wohnungslos werden.

Die Zustände verstopfen das Hilfesystem. Immer mehr Hilfesuchende werden in den Ämtern abgewiesen, weil keine Plätze frei sind. Die Wohnungslosen, die einen Platz haben, müssen bleiben.

Es wird Zeit, dass wir wieder einen entspannten Wohnungsmarkt haben. Die bisherigen Ansätze haben nichts gebracht. Es ist an der Zeit, dass die Stadt Berlin Geld in die Hand nimmt und für Wohnungsbau in Größenordnungen vergangener Zeiten sorgt. Wie wär es mit einem kommunalen Wohnungsbau?

Das hilft den Wohnungslosen.

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Saturday, April 14, 2018 -
12:30 to 18:30

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